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Rückblick Open DM 2016 in Dresden

Am 1. September 2016 machte sich das Open-Team der Hucks Berlin auf den Weg nach Dresden zum Höhepunkt der Open-Saison, die Deutsche Meisterschaft 2016. Da wir Boyz uns in der A-Reli erfolgreich für 1. Liga qualifiziert hatten, durften wir dieses Jahr gegen die Top 10 Open-Teams Deutschlands spielen. Durch diese neue Situation hatten wir schon bereits vor Turnierbeginn das beruhigende Gefühl im Gepäck, alle Saison-Ziele erfüllt bzw. sogar übertroffen zu haben, so dass sich am Donnerstag 15 gut gelaunte Erst-Ligisten auf den Weg nach Dresden machten, wobei davon Fabs und Flo leider nicht spielfähig waren. Als nach einer heiteren Autofahrt am Donnerstagabend  Adam endlich fertig war den Bus einzuparken, war es eigentlich auch schon Freitag und die ersten Wecker in der Schlafhalle klingelten um 5:30 Uhr.

 

Müde, aber auch aufgeregt machten wir uns auf den Weg zu den Spielfeldern: das 1. Spiel in der 1. Liga gegen die Hässlichen Erdferkel ging um 9 Uhr los und zu aller Überraschung hatte Julian dafür gesorgt, dass H.P. Baxxter uns live ab 8 Uhr mit 135 bpm Hardcore auf den Tag einstimmte (Felix: Was ist das für 1 live?). Trainer, Kapitän und Maskottchen Normi  machte klar, dass wir bei diesem Turnier nichts zu verlieren hatten und einfach nur schön spielen wollten, was uns jedoch in der Anfangsphase im 1. Spiel gegen die Marburger nicht so recht gelang: wir verteilten jede Menge unnötige Geschenke, wollten zu kompliziert spielen und die langen Dinger kamen entweder nicht an oder wurden im Luftkampf verloren. Ergo, Marburg gewinnt die 1. Halbzeit mit 5,6,7 Punkten Abstand und wir beschlossen uns wieder auf einfaches und sicheres Passspiel zu konzentrieren. Das klappte dann auch, so dass wir in der 2. Halbzeit unsere Offence deutlich fehlerfreier durchbringen konnten. Da jedoch die Defence immer noch nicht wirklich Druck gegen die physisch starken Marburger aufbauen konnte und der Abstand bereits zu groß war, verloren wir das Spiel mit 15-8. Naja, respect to the man in the icecream van, die Hässlichen gewannen verdient. Hätten wir uns von Anfang an auf unsere Basics beschränkt, wäre es bestimmt deutlich knapper geworden. Kopf hoch und auf zum nächsten Spiel.

Nach einer kleinen Erholungspause stand das 2. Spiel gegen die Frizzly Bears aus Aachen an. Wieder holte H.P. alles aus der kleinen Boom-Box raus und peitschte uns beim Warm-Up mit dröhnendem Techno über Feld 2. Die Ansage von Gallionsfigur Normi lautete wieder: Geschenke gibt’s Weihnachten und nicht heute! Das klappte aber irgendwie wieder nicht so recht: Wir ließen uns immer noch durch diese „David gegen Goliath“-Situation einschüchtern und konnten die Verlierer-Mentalität nicht so recht abschütteln. Heraus kam eine spielerisch etwas enttäuschende 6-15 Niederlage. Egal, Blick auf’s nächste Spiel um 17:45 Uhr gegen Frank N. aus Ober- oder/und Unter-Franken, unser 3. Spiel an diesem Freitag bzw. um es mit Baxxter’s Worten zu sagen: Hardcore, Hardcore, always Hardcore.

Jetzt sollte vieles besser werden und wir wollten den Franken zeigen, dass wir besser spielen können als wir es in Nürnberg gezeigt hatten und tatsächlich konnten wir von Anfang an gut mithalten. Diesmal kamen die langen Dinger an und auch sonst spielten alle schön. Der Grund für diese spontane Leistungssteigerung war vermutlich die Sideline-Unterstützung von Lara und Cata die extra aus Berlin gekommen waren, um uns neben Fabs und Flo von außen zu helfen. Gerade in der Defence konnten wir mit unserer Sponge-Bob-Zone Frank N. immer wieder zu Fehlern zwingen, so dass wir unsere 1. Halbzeit in der 1. Liga gewinnen konnten: Geschichte wird gemacht, es geht voran. In der 2. Halbzeit fuhren die Franken nochmal ein Gang hoch, der Ton unter den Franky’s wurde rauer und sie gewöhnten sich langsam an unsere Zone. Bei uns hingegen setzte so langsam die Erschöpfung ein, schließlich war dies unser 3. Spiel und wir waren nur 13 spielfähige Hucks. So konnte sich Frank N. gegen Ende doch an uns vorbei schmuggeln und das Spiel mit 15-13 gewinnen. Dennoch fühlten auch wir uns angesichts unserer guten Leistung als Gewinner und die Stimmung war am Überkochen. Jetzt schnell duschen mit Stoff und Schnaps und ab zum Italiener, wobei Jens, Ali und Julian an irgendeiner Sitzung teilnehmen mussten und leider nicht mit konnten. Dies mussten sie jedoch noch bereuen, da sich der Italiener als voller Erfolg herausstellt: Die Pizzas waren lecker und im Durchmesser so groß wie Clemi, der inzwischen übrigens als 14. Boy zu uns gestoßen war.

 

Am Samstag konnten wir etwas länger schlafen (die ersten Wecker klingelten jetzt erst um 6 Uhr), da wir erst um 10:45 Uhr gegen M.U.C. aus München antreten mussten. Mit der guten Leistung gegen Frank N., dem frischen Clemi und der unglaublichen Sideline, der jetzt auch Angi, Lea, Babs und Bente angehörten, starteten wir selbstbewusst ins Spiel gegen die Münchner. Dies spiegelte sich auch spielerisch wieder, so dass wir von Anfang an auf Augenhöhe mitspielten, obwohl wir zunächst unsere Superwaffe Sponge-Bob noch nicht einsetzten. Als wir dann diese dann doch bei einem Stand von ca. 5-5 zündeten, konnten wir die Münchener sogar in der eigene End-Zone festnageln und genüsslich in überraschte Gesichter blicken. So konnten wir wieder die 1. Halbzeit knapp gewinnen und glaubten fast schon an eine Sensation. In der 2. Halbzeit kam M.U.C. jedoch etwas besser gegen unsere Zone klar und uns unterliefen entscheidende Fehler vor der Endzone der Münchener, so dass wir dann leider doch knapp mit 11-13 verloren. Dennoch überwiegte die Freude über unsere herausragend Defence und Offence Leistung und uns wurde langsam klar, dass wir nicht ganz unberechtigt in der 1. Liga spielten.

Vor dem letzten Samstagspiel gegen 7 Schwaben irgendwo aus dem Schwabenländle (Stuttgart?), welches erst um 17:45 Uhr begann, hatten wir reichlich Pause, so dass wir 1 Stunde vor dem Spiel wieder auf H.P.‘s Hardcore Techno zurück greifen mussten, um uns während des Warm-Ups auf Vordermann zu bringen. Leider verletzte sich Adam dabei schwer und konnte nicht weiter spielen. Im Schatten dieser Verletzung leidete auch unser Spiel, so dass wir nicht so richtig an unsere gute Leistung der vorherigen Spiele anknüpfen konnten. Vielleicht war es wirklich der Schock über die Verletzung oder einfach die Erschöpfung, so dass wir nicht so recht Zugriff auf das Spiel bekamen und somit mit 15-10 verloren. Stimmung war, genau wie das Wetter, dennoch super und so zogen wir, nachdem wir ein kreatives Bild für Tina und Peter gemacht hatten und Felix, Eike und Schulle sich für die über uns kreisende Drohne schick machten, gut gelaunt zum Tex-Mex-Restaurant. Hier war der Kellner immer gut drauf, 1-2 feine Damen bestellten Bananenweizen und Clemi schmiss eine Runde Tequila. Im Anschluss ging noch eine kleine Truppe um Partylöwe Felix auf die „Party“, welche sich jedoch als gemütliche Strandkneipe herausstellte. Diesmal also kein Hardcore-Rave, sondern gemütliches Feierabendbier mit Sand inna Buchs, auch schön…

Das 6. und letzte Spiel ging am Sonntag, 10:45 Uhr, wieder gegen die hässlichen Marburger. Hier wollten wir uns nochmal mit einem schönen Spiel von der DM 2016 verabschieden. Das Spiel begann auch ausgeglichen, wobei beide Teams nicht knauserig mit Geschenken waren. Gegen Mitte des Spiels zogen jedoch die Hässlichen leicht davon, da wir unter anderem Probleme bei der Abstimmung zwischen Cuttern und Händlern hatten und auch sonst unnötige Fehler machten. Um uns nochmal in das Spiel zu pushen, stellten wir uns in der Halbzeit die entscheidenden Fragen: Hardcore, ja? JA! Alles easy, ja? JA! MDMA, ja? JA! und so kämpften wir uns nochmal mit letzten Kräften ins Spiel zurück, so dass der Abstand verringert werden konnte. Dennoch reichte es nicht und Marburg gewann 12-15. Glückwunsch! Das war’s! Einige blieben noch für das verregnete Finale, einige andere bevorzugten ein schnelle Heimfahrt mit Druckbetankung in Adams + Fabsens Party-BusTM.

 

Fazit: Geiles Wochenende! Wie immer haben alle das Wochenende unterschiedlich wahrgenommen, aber der Tenor war eigentlich rundum positiv. Auf unsere Saisonleistung kann und sollte man stolz sein. Ganz besonders großes Dankeschön geht an die Sideline, allen voran Fabs und Flo, die trotz Verletzung mitgekommen sind, aber auch Lara, Cata, Angi, Babs, Lea und Bente, die keine Kosten und Mühen gescheut haben, uns zu unterstützen. Danke und wir freuen uns auf nächstes Jahr wieder in der 1. Liga.

 

 

Bonus: Zahlreiche Bilder der A-Reli in Nürnberg