News

Open: Titelverteidigung beim Winterflug knapp gescheitert

Am 24/25.11 ging es für die Boys zum ersten Ultimate Frisbee Indoor Turnier dem Winterflug und das sogar in Berlin. Wir wollten uns für die weitere Saison einspielen und die Titelverteidigung in Angriff nehmen.

Der Samstag fing etwas durchwachsen an. Die Hälfte der Boys hatte anscheinend in der Halle geschlafen, der Rest kämpfte sich erstmal durch das Berliner Bahnchaos. Zum Anfang des Warm-ups waren dann dennoch 9 frische Jungs am Start: Adam, Ali, Ben, Fabi, Flo, Max, Oleg, Tommy und Torben.
Das erste Spiel ging gegen alte Bekannte aus Nordost – die Saxy-Divers. Die Jungs probierten eine neue Offence aus, die gleich im ersten Wurf in die Hose ging. Das nutzten die Gegenspieler für einen schnellen Punkt zur deren einziger Führung im Spiel. Danach kam die Offence mehr ins Rollen – allerdings typisch für die Jungs mehr nach Laune als nach Plan. Vor allem jedoch kam die Defence auch ins Rollen. Schnell stand es 8 zu 2, vorauf die Gegner erstmal in einem Timeout ihr Spiel umstellten.

Sie fingen an die Räume zwischen unseren smarten Poaches zu nutzen und konnten so das Spiel wieder auf Augenhöhe bringen. Wir wiederum hatten auf Iso umgestellt und mit viel Handler Arbeit das Spiel verlangsamt. So konnten wir durch ruhiges Traden den Sieg zum 14:8 ausspielen. Insgesamt ein gutes Spiel, in dem wir erkennen konnten wo Potenzial und Verbesserungsbedarf für spätere Spiele liegt. Ein guter Start in die Indoor Saison.

Im zweiten Spiel gegen die DJs aus Dahlem, starteten wir erneut unkonzentriert und mussten im ersten Punkt ein Break hinnehmen. Das Spiel entwickelte sich identisch zum Vorherigen. Wir waren etwas hektisch und fanden erst nach ein paar Minuten in unser ruhiges strukturiertes Spiel und konnten uns dann eine Führung erspielen. Mit einem Wechsel der Defense konnten wir noch einmal mehr Druck aufbauen und den Vorsprung leicht ausbauen. Für den Turnierverlauf ein Spiel zum richtigen Zeitpunkt, um uns unsere Verbesserungsmöglichkeiten aufzuzeigen und an den laufwegen zu arbeiten. Mit einem Endstand von 19:11 standen unsere Chancen auf das Erreichen des Viertelfinals gut.
Das letzte Gruppenspiel ging gegen hundflachwerfen und war deutlich das engste Spiel der Vorrunde. Gekonnt haben die Hunde von Anfang an ihre Stärken eingesetzt und ein paar schöne lange Dinger hinten in unsere Endzone gelegt. Wir selbst hatten hingegen ein paar Abstimmungsprobleme und falsche Wurfentscheidungen in der Offense und gerieten so früh in einen 2:5 Rückstand.

Danach kamen wir etwas besser ins Spiel konnten die Offense der Hunde aber nicht wirklich unterbinden, immer wieder kam ein Knife oder Hammer durch. Wir waren nun aber immerhin etwas näher an den Leuten dran. So wurden eine ganze Zeit lang Punkte getradet und die Zeit schien uns etwas wegzulaufen. Bei 12:14 waren nur noch 4 Minuten zu spielen. Wir waren in Zugzwang, konnten die Defense aber nicht auf Mann umstellen, weil ansonsten einfach wieder ein hohes Ding durchgekommen wäre. Wir haben also an einer Zonen-Verteidigung festgehalten und versucht, zumindest schwere Würfe zu erzwingen. Glücklicherweise kamen so tatsächlich ein paar Turns zustande und wir konnten diese zügig verwerten. Die Zeit blieb aber ein Problem und die Hunde hatten Offense beim Stand von 15:15. Dann wurde es ein bisschen kurios, zu unserem Vorteil. Die Hunde machten den Punkt zum 16:15, aber 1s vor Spielende. Da der letzte Punkt ausgespielt wird, hatten wir also noch die Chance auf den Ausgleich. Mit viel Willensstärke und Biss haben wir den Punkt gemacht und es ging in den Universe. Es hätte in beide Richtung ausgehen können, aber ein Fangfehler in der Endzone, brachte uns nochmal die Scheibe und wir haben den Gegenstoß verwertet. Endstand 17:16

Unser letztes Spiel am Samstag und zugleich Viertelfinale ging gegen das bunte gemischte Berliner Team MoreFriends. Nach einer sehr ausgeglichenen Anfangsphase, konnten wir wir uns gegen ende der Partie noch einmal steigern. So konnten wir, nach einem harten aber immer sehr fairen Kampf, das Spiel mit 14:10 gewinnen und waren damit sicher unter den Top4.
Nach einer entspannten Dusche mit dem ein oder anderem Bier sind einige von uns noch gemeinsam mit den Girls indisch essen gegangen.

Der Sonntagmorgen begann entspannt. Um 11:15 Uhr startete unser Halbfinale gegen die Goldfingers aus Potsdam. Mit viel Respekt vor den präzisen Wurfqualitäten der Potsdamer verteidigten wir dicht dahinter, doch die Goldis brachten ihre Würfe weiterhin an den Mann zum Scoren. Unsere Optimierungen zu den vorigen Spielen in der Offense zeigten Wirkung, sodass wir zwar punkten konnten, aber uns die Goldfingers trotzdem nichts geschenkt haben. Im Gegenteil: das Spiel ist, wie so häufig gegen unsere Brandenburger Nachbarn, von beiden Seiten sehr intensiv geführt worden: hier wurde eng um jeden Punkt gefightet, es ging schließlich um den Einzug ins Finale. So waren es dann die kleinen wenigen Fehler, die wir den Goldfinger in der Mitte des Spielverlaufs erzwingen konnten, die uns eine winzige Führung einbrachten. Als das Signal zum letzten Punkt ertönte, lagen wir mit 2 Punkten vorne, die Goldis machten den Punkt noch und so kam es zum 12:11 Endstand für uns und das Ziel Finale war erreicht.

Finalgegner war wie im Vorjahr Drehst’n Deckel – verstärkt durch ein paar Pick-Ups. Die neue Horizontal-Taktik lief in den ersten Punkten wie aufgemalt – mit maximal 4 schnellen Pässen kamen wir jeweils zum Erfolg. Die Dresdner taten sich in ihrer Offense zu Beginn schwer, aber brachten die Punkte dennoch durch. In der Mitte der ersten Halbzeit zeigte sich dann allerdings, dass die Offense-Laufwege noch nicht allen in Fleisch und Blut übergegangen sind. So war plötzlich Sand im Getriebe der Hucks-Offense und die Dresdner nutzten das für ihre ersten Breaks. Trotz starker Defense und nur noch zwei weiterer Turns in unsere Offense konnten wir den Dresdnern in der Folge nicht genug Breaks abringen um das Spiel noch zu gewinnen. So stand am Ende ein 11:14.

Wir gratulieren den Dresdnern zum verdienten Turniersieg und danken Disckick für die Ausrichtung des Turnier.