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Open: Mudderscup 2020

Am zweiten Januarwochenende fuhren wir zusammen mit dem Frauenteam traditionell zum Mudders Cup nach Bremen. Auf der Hinfahrt wurden noch fleißig der Schnappppsss Kanister gepimpt und Aufmerksamkeiten für unsere heimliche Liebe entworfen.

Am Samstagmorgen starteten wir gegen Aarhus. Während die Dänen als Furious Five ohne Auswechselspieler hellwach ins Spiel starteten, war unsere Defense etwas schläfrig und nicht bereit, die scharfen Knives und Hammer zuzumachen. Im Laufe des Spiel konnten wir uns besser auf die, nicht immer schöne, aber effektive Spielweise des Gegners einstellen, aber nicht mehr entscheidend aufholen – Endstand 7:11.

Gegen das nächste Team Uproar aus Dublin kamen wir besser ins Spiel und konnten uns eine komfortable Führung  von 10:03 erspielen. Wir ließen etwas nach, aber konnten den Sieg ungefährdet mit 12:07 nach Hause bringen. Uproars MVP Ben schaffte es trotz lautem Anfeuern nicht den Preis in Form eines Starkbieres zu exen, aber ganz im Sinne des Sports konnten wir es mit einer guten Teamleistung bezwingen. Der Spirit in dem Spiel war sehr gut und die gegenseitige Sympathie wurde dann auf der Party weiter ausgebaut.

Im letzten Spiel gegen die Caracals kam unsere Offense wieder ins Stocken. Mit einfacher aber klarer Spielanlage und guten Würfen verwerteten die Wuppertale die meisten unserer Fehler schnell, sodass es eine klare 7:13 Niederlage setzten.

Aufgrund eines nur als “experimentell” zu bezeichnenden Spielplans qualifizierten wir uns als Gruppendritter trotzdem für einen der oberen Zwischenpools – während Aarhus als Zweiter in einen der unteren Zwischenpools musste. Uns war es recht, denn so standen für uns noch zwei Spiele gegen starke Gegner an.

Zuerst traten wir gegen Hardfish an. Gegen die Hamburger, mit denen wir letztes Jahr den ersten Platz der zweiten Liga Nord ausfochten, entwickelte sich auch diesmal ein Spiel auf Augenhöhe. Leider schlichen sich bei uns spät im Spiel ein paar unnötige Fehler ein und so mussten wir uns am Ende mit 9:11 geschlagen geben.
Im letzten Spiel des Tages traten wir gegen Hannover an. Nach einem soliden Start brachen wir nach dem 2:2 völlig ein. In der Offense machten wir viele einfache Fehler, in der Defense fehlte danach der Zugriff, sodass es beim 4:9 nach einer heftigen Klatsche aussah. Irgendwie konnten wir aber den Schalter umlegen und eine Aufholjagd starten – da es kein Cap gab, arbeitete die Uhr aber gegen uns. In einer hektischen Schlussphase konnten wir 60 Sekunden vor Ende den Ausgleich erzielen und im folgenden Punkt schnell einen Turn erzielen. Mit ablaufender Uhr gelang es uns mit dem letzten Pass tatsächlich noch das Spiel zu gewinnen.
Kurz nach Spielende kam es zu einer Meinungsverschiedenheit über einen Call der kurz zuvor unter Zeitdruck nicht optimal gelöst wurde, die Wogen wurden aber schnell geglättet und sämtliche Differenzen nach dem Spiritkreis und später auf der Party beigelegt.

Nach einem leckeren Essen zusammen mit den Frauen machten wir uns gemeinsam daran Anschluss an die Stadttour mit den Schnappppssss-Kanistern zu finden. Auf gut der Hälfte der Tour konnten wir uns dann dem großen Menschenstrom anschließen und auch unseren SCOOTER Kanister ausfindig machen.

Die wackersten Recken der Partycrew hielten im Anschluss mit guter Dancefloorpräsenz bis um 3 Uhr durch, aber der Partysieg war da noch in weiter Ferne. Zum Glück war das erste Spiel erst um 12 Uhr, sodass alle halbwegs ausschlafen konnten.

Im Halbfinale für die Plätze 5 bis 8 gegen Dresden war es zu Beginn ein ausgegeglichenes Spiel bei dem wir bis zum 6:5 stets den Vorteil hatten. Danach machten wir aber zu viele Fehler, sodass die Dresdner mit 6:9 davon zogen. Wie schon zuvor konnten wir uns wieder fangen und zuerst Punkte traden, aber Dresdens Offense schien zu sicher. Nach dem 9:12 wurden sie jedoch etwas hastig und wir konnten die Turns direkt verwandeln und zum 12:12 ausgleichen. Im Universe bei 12:12 blieben sie jedoch cool und konnten verwandeln. Insgesamt ein gutes Spiel bei dem wir sehen konnten, dass wir über das Turnier eine Entwicklung gemacht hatten.

Im letzten Spiel war unser Gegner wie im allerersten Spiel am Samstag das Team aus Aarhus. Die Dänen hatten ihr Team mit Pick Ups aufgestockt, da sie aufgrund einer Verletzung nur noch zu viert gewesen wären. Am Ende des Warm-Ups wurde wir durch einen gefühlt 3 m hohen Chest-Bump von Oleg mit einer Torlatte noch einmal richtig heiß gemacht. Trotz einiger unnötiger Körperkontakte und uneinsichtiger Diskussionen zu Beginn blieben wir jedoch ruhig und ließen die Dänen dieses Mal nicht davon ziehen.
Durch ein Break im Verlauf des engen Spiels kamen wir dann doch in einen Rückstand. Beim 7:9 und noch 5 min Spielzeit mobilisierten wir noch einmal alle Kräfte, machten den Punkt und holten anschließend das Break. Im dritten Universe Punkt des Turniers holten wir uns dann erneut die Scheibe zurück und verwandelten zum Sieg.
Das Highlight des Spiels setzte Jens, der in seinem ersten Punkt für das Open-Team nach langer Verletzungspause mit einem wunderschönen Full-Field-Hammer auf Ben zeigte, dass er immer noch den Langen rausholen kann. Dass der Wurf zurückgecallt wurde, weil er wohl ganz leicht die Decke touchiert hatte, soll dem keinen Abbruch tun.

Spielerisch war es etwas durchwachsen aber dank der tollen Orga war der Mudderscup wie immer ein schönes Erlebnis. Besonderen Dank an die Muddis fürs Ausrichten und Einladen und an Jensi fürs tolle Tickern der Spiele und seine 2 nicen Punkte auf dem Feld.

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