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Frisbeefestival Münster – Elite Mixed

Am letzten Wochenende stand der letzte Vorbereitungstermin vor der Mixed-Quali und -DM an. Das Frisbee Festival wurde als großes Frisbee-Event mit einem „Elite Mixed“-Ultimateturnier angekündigt. Im Vorfeld war jedoch schon zu hören, dass die Resonanz der Teams und die Vorbereitung des Turniers hinter den Ambitionen der Veranstalter zurückblieben.

Wir machten uns am Freitag auf den Weg nach Münster, um die letzten Grundlagen für eine erfolgreiche Mixed-Saison zu legen und herauszufinden, was genau an diesem Turnier nun „Elite“ ist.

Bei der Ankunft am späten Freitagabend war schonmal klar, dass es nicht der Zeltplatz ist. Gezeltet wurde auf einer Pferdekoppel mit teilweise kniehohem Gras und voller Maulwürfshügel, die den Innenraum der Zelte in Gebirgslandschaften verwandelte.

 

Nach einem soliden Frühstück mussten wir dann im ersten Spiel gegen die Parkscheiben feststellen, dass auch wir den Elite-Ansprüchen noch nicht genügen.

Im ersten Punkt konnten wir zwar den Turn holen aber nicht verwerten und unseren anschließenden Offensepunkt nur nach mehren Turns durchbringen. Trotz wackeliger Offense konnten wir bis zum 4:4 die Punkte traden und bekamen bei diesem Stand wegen einer etwas unsinnigen Halbzeitregel (nur hartes Zeitlimit, keine Punktzahl) sogar die Offense.

Anstatt diese Chance zu nutzen, ließen wir uns aber direkt breaken und konnten in der Folge weder mit der Man-D noch mit unseren Zonen genug Turns holen um unsere offensiven Schwächen auszugleichen. Folgerichtig ging das Spiel mit 7:9 an die Parkscheiben.

Jedoch kein Problem, im nächsten Spiel gegen die an Stelle 6 gesetzten Paradiscos aus Jena sollten wir zu unserem Spiel finden können. Nachdem wir uns in der Besprechung auf unsere Huck-Standards besannen und mit einem intensiven Warm-Up die letzten Spuren der kalten Nacht abschüttelten, starteten wir optimistisch ins Spiel gegen Jena.

Und mit zwei Breaks ging es gut los, nach zwei Holds auf beiden Seiten stand es 3:1 für uns. Was danach geschah ist völlig unklar. Wir hörten plötzlich auf Ultimate zu spielen, schmissen zum Teil zweite und sogar erste Pässe weg und bekamen Jena nach dem Turn vor allem tief nicht in den Griff. Nach Ablauf der Zeit konnten wir mit einer durchgebrachten Offense und anschließendem Break der Blamage noch ein wenig Drastik nehmen, bevor Jena mit ihrer stärksten Line jede Hoffnung auf ein Comeback zerstörte. Der genaue Spielstand bleibt hier besser unerwähnt. Von der Elite waren wir weiter ganz weit entfernt.

Im dritten Spiel des Tages gegen Ars Ludendi fanden wir dann endlich zu unserem Spiel. Mit Gary konnten wir guten Druck aufbauen, teilweise holten wir die Blocks, teilweise wehte der Wind wilde Würfe der Darmstädter weg. Auch unsere Offense lief und so konnten wir auf 6:3 davon ziehen.

Darmstadt gab jedoch nicht auf und konnte sich auf 6:5 und schließlich 8:8 herankämpfen. Im Gegensatz zum vorherigen Spiel behielten wir diesmal die Nerven, packten auf Offense und Defense nochmal eine Schippe drauf und holten mit einem 5:0-Lauf überzeugend unseren ersten Sieg.

Diese Leistung konnten wir im letzten Spiel des Tages gegen Leipzig bestätigen. Die Saxy Divers handelten zwar geduldig gegen unsere Zonen, konnten jedoch nie das Feld attackieren und Raum gewinnen, sodass wir früher oder später den Turn holen konnten. Offensiv kamen wir mit dem MoHo und dem Ho-Stack in einen guten Flow und hatten das Spiel früh beim Stand von 6:0 völlig unter Kontrolle. Auch wenn die Divers in der zweiten Halbzeit noch unsere Endzone fanden, konnten wir das Spiel nach zwei weiteren Breaks ungefährdet mit 11:3 gewinnen.

Am Sonntagmorgen erwartete uns mit Frankfurt ein Gegner auf Erstliganiveau, entsprechend heiß und konzentriert gingen wir in das Spiel und konnten unsere Leistung vom Samstagnachmittag auch gegen diesen Gegner bestätigen.

Wir starteten mit vier Breaks in die Partie und auch im weiteren Verlauf konnten wir die Frankfurter mit verschiedenen Zonen und dem Lord offensiv immer wieder vor Probleme stellen. Bei uns lief es offensiv dank MoHo, Ho und Green. So spielten wir uns zu einem souveränen 12:8 Sieg. Dass die Frankfurter – wie im Spiritkreis erfahren – zum Teil lange auf der Party waren, sollte unsere Leistung nicht schmälern.

Außerdem stellte sich heraus, dass wir mit einem Sieg gegen Paderborn bei entsprechenden Ergebnissen der anderen Teams doch noch ins Finale kommen könnten, das wir nach den beiden Auftaktniederlagen schon längst abgeschrieben hatten. Wir beschlossen jedoch uns nur auf unser Spiel zu konzentrieren anstatt Rechenspielchen anzustellen. Das war auch gar nicht nötig. Als wir unser Warm-Up beendet hatten und heiß auf das Spiel waren, waren weit und breit keine Paderborner zu sehen. 5 Minuten nach Spielbeginn bequemten sich dann die ersten 4 Todsünden auf das Feld und schienen auch noch verwundert, dass wir pünktlich anfangen wollten („Habt ihr Stress?“).

Wir waren auf jeden Fall motiviert uns nicht von der scheinbaren Lustlosigkeit anstecken zu lassen, sondern unser Spiel durchzuziehen, was auch gelang. Die einzigen beiden Paderborner Punkte fielen nach Hucks gegen die Zone, die nur knapp außer Reichweite unserer jeweiligen Tiefen waren. Abgesehen davon konnten wir einen bequemen 15:2-Sieg einfahren.

Weil Frankfurt vorher gegen Jena verloren hatte, konnten wir uns damit den zweiten Platz im Round Robin sichern. Finale! Die Chance auf die Revanche gegen Paradisco.

Die Marschroute war klar. Offensiv sollten MoHo, Ho und Green weiter flowen, defensiv galt es vor allem das tiefe Spiel zu unterbinden.

Wie im ersten Spiel gegen Jena ging es gut los. Wir konnte unsere erste Offense verwandeln und dann direkt den ersten Break holen. 2:0.

Doch dann war Jena dran. Nachdem sie ihre Offense durchgebrachten hatten, warfen wir in den darauffolgenden Punkte einige Hucks und einen wilden Hammer weg, Jena bestrafte das ihrerseits mit guten langen Würfen und ging 2:4 in Führung. Timeout Hucks.

Nachdem wir uns darauf konzentrierten konservativere Wurfentscheidungen zu treffen, die tiefen Angebote von Jena endlich zuzumachen und vor allem positiv zu bleiben, lief es dann wieder besser. Nach dem 3:4 holten wir den Turn, konnten jedoch vor der Endzone nicht verwandeln. Paradisco holte die Halbzeit beim Stand von 3:5 und war jetzt auch noch in der Offense. Wir brauchten 3 Breaks.

Doch wir hatten den Lord auf unserer Seite und konnten dank ihm direkt aus der Halbzeit breaken! 4:5! Dann übernahm Gary und holte 3 weitere Breaks! 7:5, 15 Minuten zu spielen.

Auch als Jena wieder punktete, zeigte unsere Offense keine Schwäche und so stand es bei Ablauf der Zeit 10:7, Spiel auf 11. Vier Matchpunkte für die Hucks! Doch wir brauchten nur einen. Nachdem unser Cup Jena aufs Handling beschränken konnte, bestrafte unser passiver Bewegungsapparat Mr.T den ersten Passversuch ins Feld mit einer starken Laydown-Defense.

Die 18m zur Endzone waren dann kein Problem mehr, 11:7! Game! Revanche geglückt und Turnier gewonnen!

Eine starke Leistung des Teams mit Spuren von Elite und vor allem eine starke Steigerung über das Wochenende, die optimistisch auf die kommenden Wochen blicken lässt!

 

Hucki-Hucki! Mixi-Mixi!